Immer auf dem neuesten Stand

An dieser Stelle informieren wir Sie immer aktuell zu laufenden Diskussionen oder wichtigen Erkenntnissen aus der medizinischen Forschung und der klinischen Praxis.

Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang zwischen Zitrusfrüchten und einem verminderten Endometriose-Risiko (Harris et al. Fruit and vegetable consumption and risk of endometriosis. Hum. Reprod. 2018;33:715-727). Die Forscher werteten zwischen 1991 und 2013 im Rahmen der Nurses‘ Health Study II in den USA erhobene Daten aus. In dieser Kohortenstudie fanden sich deutliche Hinweise, dass Patientinnen, die regelmäßig Obst (insbesondere Zitrusfrüchte, auch in Form von Fruchtsäften) konsumieren,...

[mehr ...]

Chemotherapien können zu einer Schädigung der Ovarfunktion führen. Das Ausmaß ist dabei vom Alter der Patientin sowie der Art und Dosis der Chemotherapie abhängig. Bisherige Studien zur Fragestellung, ob eine temporäre Suppression des Ovars durch Gonadotropin-Releasing-Hormon Agonisten (GnRHa)  während einer Chemotherapie zum Fertilitätserhalt beiträgt, ergaben kontroverse Ergebnisse.
Nun wurde erneut eine Meta-Analyse zu diesem Thema publiziert (Lambertini et al. Gonadotropin-releasing hormone...

[mehr ...]

Wir freuen uns, dass wir unseren Patientinnen und Patienten mit einer Nebenniereninsuffizienz ab diesem Jahr eine nationale, strukturierte und standardisierte Schulung anbieten können (Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie).
Diese Schulung ist insbesondere für Patientinnen und Patienten mit einer neu diagnostizierten Nebennierenrindeninsuffizienz auf dem Boden zum Beispiel eines Morbus Addison, einer sekundären Nebenniereninsuffizienz bei Hypophysenerkrankungen, eines...

[mehr ...]

Frauen mit einer BRCA-Mutation haben ein erhöhtes kumulatives Lebenszeitrisiko, an einem Mamma- (56-84%) bzw. Ovarialkarzinom (54%) zu erkranken (1). Untersuchungen ergaben, dass eine prophylaktische bilaterale Salpingoovarektomie die Gesamtmortalität von BRCA-Trägerinnen (mit und ohne Mammakarzinom) senkt, so dass sich immer mehr Frauen zu dieser primären Prävention entscheiden (2, 3). Durch die chirurgisch-induzierte Menopause kommt es allerdings neben akuten klimakterischen Beschwerden...

[mehr ...]

Vitamin D wird im menschlichen Körper unter Einfluss von Sonnenstrahlung produziert und unterliegt daher beispielsweise in Norddeutschland starken saisonalen Schwankungen. Es wird mit einer Vielzahl von körperlichen Prozessen in Verbindung gesehen, in erster Linie mit dem Knochenstoffwechsel, aber auch mit dem Immun- und Fortpflanzungssystem. Beispielsweise wird über einen möglichen Zusammenhang mit dem Syndrom polyzystischer Ovarien (PCOS) in verschiedenen Arbeiten spekuliert, welches sich...

[mehr ...]

Metformin wird im individuellen Heilversuch auch außerhalb eines Diabetes mellitus bei Patientinnen mit dem Syndrom polyzystischer Ovarien (PCOS) eingesetzt. Nachweisliche Effekte sind beispielsweise eine Zyklusregulierung. Im Falle einer eintretenden Schwangerschaft wird üblicherweise über das Absetzen des Medikamentes beraten. Mitunter wünschen sich Patientinnen aber eine Fortführung der Einnahme unter der Vorstellung, dass sich darunter weiterhin eine verbesserte Stoffwechselsituation...

[mehr ...]

Obwohl zahlreiche Studien beschreiben, dass Stress die Ergebnisse einer IVF nicht signifikant beeinflusst, ist die Objektivierbarkeit dieser Aussage schwierig.
Daher ist eine aktuelle Studie interessant, in der nicht nur die üblichen Fragebögen verteilt, sondern zusätzlich auch Cortisol im Speichel bei 485 Frauen unter der Therapie (frühestens 65 Tage vor und bis max. 2 Wochen nach dem Zyklusstart) gemessen und mit dem IVF-Outcome korreliert wurde (Cesta et al. A prospective investigation of...

[mehr ...]

In einer aktuellen Studie (Morch et al. Contemporary hormonal contraception and the risk of breast cancer. N. Engl. J. Med. 2017; 377: 2228-2239) kamen die Autoren in einer prospektiven Kohortenstudie zum Ergebnis, dass das Brustkrebsrisiko unter der Gabe von hormonalen Kontrazeptiva steigt. Die Studie umfasste Frauen in Dänemark zwischen dem 15. - 49. Lebensjahr. Ausschlusskriterien waren ein Zustand nach venöser Thromboembolie, vorherige maligne Erkrankungen sowie eine erfolgte...

[mehr ...]