Immer auf dem neuesten Stand

An dieser Stelle informieren wir Sie immer aktuell zu laufenden Diskussionen oder wichtigen Erkenntnissen aus der medizinischen Forschung und der klinischen Praxis.

Es ist schon lange bekannt, dass bestimmte Risikofaktoren eine Eileiterschwangerschaft begünstigen können. Dazu gehört z.B. der Zustand nach Salpingitis/Adnexitis, nach Voroperationen z.B. der Appendix, nach Chlamydien-Infektion und ähnliches.
In einer aktuelle Studie konnte erstmalig gezeigt werden, dass  die Einnahme von Benzodiazepinen das Risiko einer Tubargravidität erhöht (Wall-Wieler et al. Benzodiazepine use before conception and risk of ectopic pregnancy. Hum. Reprod. 2020; 35:...

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Gerade im Rahmen der assistierten Reproduktion fragen Paare nach dem Embryotransfer oft, ob sie bis zum Schwangerschaftstest Geschlechtsverkehr haben können oder dies die Implantationschancen negativ beeinträchtigen könnte. Eine ältere Publikation hatte einen solchen Zusammenhang beschrieben, so dass sich sowohl unter Patienten als auch vielen Fachleuten hartnäckig die Empfehlung zur sexuellen Karenz in diesem Zeitraum hält (Steiner et al. Peri-implantation intercourse lowers fecundability....

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Männer und Frauen unterscheiden sich in der Stärke und Art der Immunantwort. Dies zeigt sich unter anderem in geschlechtsspezifischen Unterschieden bezüglich der Verträglichkeit und Effizienz von Impfstoffen oder in der Schwere und Häufigkeit von Infektionen oder Autoimmunerkrankungen. Frauen sind beispielsweise häufiger von Autoimmunerkrankungen betroffen, Männer dahingegen scheinen anfälliger für Infektionskrankheiten zu sein. Ursachen für diese Unterschiede können im Genom (unterschiedliche...

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2009 wurde Ulipristalacetat (UPA) zur Notfallkontrazeption zugelassen. Da es als selektiver Progesteronrezeptormodulator an Progesteronrezeptoren bindet, um die Ovulation zu verzögern, bestanden bereits früh Bedenken, dass möglicherweise die Effektivität einer Progesteron-enthaltenden kontrazeptiven Methode durch UPA selber oder durch beide Präparate reduziert sein könnte.

2015 wurde in einer prospektiven, randomisierten Studie zur Frage des „quick-starts“ eines Gestagenmonopräparates...

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Im Rahmen der perimenopausalen Übergangsphase können neben somatischen Veränderungen auch Stimmungsschwankungen und depressive Symptome auftreten. Ob eine Hormontherapie in der Perimenopause auch positive Auswirkungen auf depressive Symptome hat, ist umstritten. Als Alternative wird daher auch der Einsatz von Antidepressiva (v.a. SSRI, SNRI) diskutiert. Allerdings konnten in einzelnen Studien bei der Anwendung bei depressiven Stimmungsschwankungen (Kriterien einer manifesten Depression hier...

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Für die erfolgreiche Übertragung von Embryonen nach vorheriger Kryokonservierung werden unterschiedliche Methoden zur Vorbereitung des Endometriums und der Implantation verwendet. So wird neben dem supplementierten Zyklus unter exogener Zufuhr von Östrogenen und Gestagenen möglichst häufig der natürliche Zyklus (NC) der Patientin genutzt. Dabei erfolgt ein Monitoring mittels Ultraschall und Hormonanalytik zur genauen Feststellung der Ovulation und dazu passender Festlegung des Auftauens sowie...

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Die Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die bis zu 10% aller Patientinnen im reproduktiven Alter betrifft. Trotz operativer und medikamentöser therapeutischer Verfahren leiden betroffene Patientinnen häufig dauerhaft unter Beschwerden. Eine effektiv erlebte und durch die Patientin selbst anzuwendende Einflussnahme zur Beschwerdelinderung kann zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Nach einer aktuellen Übersicht wenden 75% aller Patientinnen sogenannte...

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Die meisten Paare mit unerfülltem Kinderwunsch wünschen sich bereits mit Beginn ihrer Behandlung mehrere Kinder. Für die Beratung dieser Paare ist es wünschenswert, nach erfolgreicher assistierter Reproduktion (ART) und Geburt des ersten Kindes auf verlässliche Daten zur Erfolgsaussicht weiterer Behandlungszyklen mittels IVF oder ICSI zurückgreifen zu können. Eine australisch-neuseeländische Studie hat jetzt anhand der Daten von 35.290 Patientinnen nach erfolgreicher erster ART die Faktoren für...

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