Der Zyklus unter Beobachtung

Der Begriff „Zyklusmonitoring“ steht für die Beobachtung des Zyklus. Ziel ist es, den Zeitpunkt des Eisprungs genau festzustellen, um die fruchtbare Phase der Frau zeitlich möglichst eng eingrenzen zu können.

  • Ultraschall: In Abhängigkeit von der natürlichen Zykluslänge der Frau wird die erste Untersuchung meist am 10. – 12. Zyklustag durchgeführt. Im Ultraschall lässt sich der heranreifende Follikel und sein Reifezustand meist gut erkennen, ebenso die Schleimhaut der Gebärmutter, welche zur Mitte des Zyklus an Höhe zunimmt.
  • Hormonbestimmungen: Sie lassen ebenfalls einen Rückschluss auf die Reife der Follikel zu. Das heranwachsende Eibläschen produziert Östradiol, durch dessen Blutspiegel man den Zeitraum bis zum Eisprung gut einschätzen kann. Die Bestimmung des „luteinisierenden Hormons“ (LH), welches den Eisprung beim reifem Follikel auslöst, gibt ergänzende Hinweise auf die nahende Ovulation. Ergänzend ist eine Blutentnahme eine Woche nach dem Eisprung notwendig, um den Spiegel des Gelbkörperhormons zu bestimmen.
  • Das Sekret des Gebärmutterhalses verändert sich zyklusabhängig und wird unmittelbar vor dem Eisprung dünnflüssig und klar wie Eiweiß („spinnbar“). Der Eingang des Gebärmutterhalses öffnet sich vor dem Eisprung, es geschieht also alles, um den Spermien das Eindringen zu erleichtern. Durch eine gynäkologische Untersuchung lassen sich diese Faktoren problemlos bestimmen.

Je nach Geschwindigkeit der Eizellreifung muss man für das Zyklusmonitoring mit 2–3 Terminen in unserer Klinik rechnen. Wird nach erfolgtem Geschlechtsverkehr zum optimalen Zeitpunkt am folgenden Morgen noch die Verträglichkeit zwischen Gebärmutterhalssekret und den Spermien untersucht (Postcoitaltest), kann ein weiterer Termin hinzukommen.