Schwanger werden im Detail betrachtet

Das zentrale Ereignis bei der Entstehung einer Schwangerschaft ist das Zusammentreffen einer reifen Eizelle mit einer befruchtungsfähigen Samenzelle im Eileiter. Dazu muss eine Eizelle, die in den ersten beiden Wochen eines Menstruationszyklus unter dem Einfluss von Hormonen (FSH, LH) der Hirnanhangsdrüse im Eierstock herangereift ist, zum Zeitpunkt des Eisprungs (Ovulation) vom Eileiter aufgenommen werden.

Von den ca. 100 Mio. Spermien, die zum Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs in der Scheide deponiert werden, gelangen innerhalb von 1 Stunde nur einige Hundert in den Eileiter und können dort bis zu 4 Tage überleben. Da die Eizelle nach dem Eisprung jedoch nur etwa 12 (bis max. 24) Stunden befruchtungsfähig bleibt, kann eine Schwangerschaft nur dann eintreten, wenn Geschlechtsverkehr in den Tagen vor bis spätestens einige Stunden nach dem Eisprung erfolgt.

Die befruchtete Eizelle verbleibt zunächst während der ersten Zellteilungen im Eileiter und gelangt dann schließlich nach ca. 4 Tagen in die Gebärmutter. Erst jetzt erfolgt die Einnistung (Implantation) in die Gebärmutterschleimhaut und eine Schwangerschaft beginnt. Störungen im Befruchtungsablauf können bei jedem dieser Schritte auftreten und unterliegen auch äußeren Einflüssen (z. B. Stressfaktoren).