Immer auf dem neuesten Stand

An dieser Stelle informieren wir Sie immer aktuell zu laufenden Diskussionen oder wichtigen Erkenntnissen aus der medizinischen Forschung und der klinischen Praxis.

Der positive Einfluss einer körperlichen Aktivität in der Schwangerschaft z.B. auf das Risiko eines Gestationsdiabetes und einer Präeklampsie ist bekannt. Auf der anderen Seite zeigen Studienergebnisse zum Einfluss auf das Frühgeburtsrisiko widersprüchliche Ergebnisse.
Eine aktuelle Meta-Analyse hat sich daher mit dieser Fragestellung beschäftigt  (Aune et al. Physical activity and the risk of preterm birth: a systematic review and meta-analysis of epidemiological studies. BJOG  2017 Apr 4 [Epub...

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Seit Jahren wird in Studien bei Patientinnen mit wiederholten Aborten (≥ 2 aufeinanderfolgende Aborte in derselben Partnerschaft) oder einem rezidivierenden Implantationsversagen (nicht einheitlich definiert, z.B. ≥ 2 Embryotransfers mit ≥ 4 zeitgerecht entwickelten Embryonen guter Qualität) die Bedeutung/Notwendigkeit der Diagnostik und Therapie einer chronischen Endometritis untersucht.

Die Prävalenz wird in den Untersuchungen unterschiedlich beschrieben. Bouet et al. (2016) gaben sie mit 27%...

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Seit Jahren stehen Langzeituntersuchungen von Kindern nach einer ICSI im Focus des Interesses. Da die erste Geburt nach ICSI 1992 mittlerweile bereits einige Jahre zurück liegt, erreichen zunehmend Jugendliche das reproduktive Alter, was zunehmend systematische Untersuchungen zu unterschiedlichen Fragestellungen – wenn auch noch an kleinen Kollektiven – ermöglicht.
Erstmalig wurden in 2 Publikationen Daten zu den Hormonwerten von 54 Männern bzw. 71 Frauen publiziert, die nach einer ICSI geboren...

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Die für eine IVF/ICSI-Therapie durchgeführte hormonelle Stimulation der Eierstöcke führt zu deutlich erhöhten Hormonspiegeln mit dem Risiko eines sogenannten Überstimulationssyndroms (OHSS) und einer herabgesetzten Rezeptivität („Einnistungsbereitschaft“) der Gebärmutterschleimhaut. Diese Phänomene treten insbesondere bei einem übermäßig starken Ansprechen auf die Stimulationsbehandlung mit einer höheren Zahl entnommener Eizellen auf. Durch die vorsorgliche Entscheidung zum Einfrieren aller...

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Das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) ist bei Frauen die häufigste hormonelle Ursache für Zyklusstörungen und einen unerfüllten Kinderwunsch. Seit langem ist der Zusammenhang mit Störungen des Insulinstoffwechsels bekannt. So wirken zusätzlich zu der beim PCOS vorliegenden vermehrten männlichen Hormonbildung und -Wirkung erhöhte Insulinspiegel ungünstig auf das Wachstum der Follikel (Eibläschen) im Eierstock – häufig im Zusammenhang mit einer Adipositas und begleitend nachzuweisender...

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Migräne ist eine der häufigsten Kopfschmerzformen und betrifft v.a. das weibliche Geschlecht im fertilen Alter. Es werden zwei Subtypen (Migräne ohne Aura bzw. mit Aura) unterschieden. Typische Charakteristika der Migräne ohne Aura sind einseitiges Auftreten („Hemikranie“), ein pulsierender Charakter, welcher bei körperlicher Aktivität verstärkt wird und eine deutliche Beeinträchtigung des täglichen Lebens. Zusätzlich bestehen vegetative Begleitsymptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit (80%),...

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Seit längerem wird ein Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Fertilität vermutet, wobei dazu bisher nur wenige und uneinheitliche Daten vorliegen.
In einer aktuellen Studie (Pal et al. Vitamin D status relates to reproductive outcome in women with polycystic ovary syndrome: secondary analysis of a multicenter randomized controlled trial. J. Clin. Endocrinol. Metab. 2016; 101: 3007-3035) wurde bei Kinderwunsch-Patientinnen mit einem PCO-Syndrom (PCOS) (n = 540) vor einer ovariellen Stimulation...

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Bei Patientinnen mit einer prämaturen Ovarialinsuffizienz (premature ovarian insufficiency, POI) ist eine suffiziente Hormontherapie erforderlich, um den negativen Einfluss des Hormonmangels auf den Knochenstoffwechsel (Osteoporose) zu verhindern.
In einer randomisierten und über 2 Jahre angelegten Studie von 59 Frauen (18 – 44 Jahre) mit einem spontan eingetretenen POI waren 30 mit einer Randomisierung einverstanden und erhielten entweder eine Hormonersatztherapie (HRT) oder ein kombiniertes...

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