Entfernen der Gebärmutterschleimhaut

Bei der Ausschabung wird die obere Schicht der Gebärmutterschleimhaut in einer kurzen Narkose aus der Gebärmutter entfernt. Der Eingriff wird auch als Abrasio oder Kürettage bezeichnet. Man entfernt dabei nur den Anteil der Schleimhaut, welcher sich im Verlauf des Zyklus aufbaut und mit der Menstruation normalerweise wieder abblutet. In den allermeisten Fällen wird eine solche Abrasio bei Blutungsstörungen oder sehr hoch aufgebauter Schleimhaut (Polypen) durchgeführt. Dann geht diesem Eingriff meist eine Gebärmutterspiegelung in gleicher Narkose voraus, um mögliche Ursachen genau erkennen und behandeln zu können.

Eine Kürettage erfolgt auch dann, wenn eine Fehlgeburt eintritt. Da sich während der Schwangerschaft die Schleimhaut sehr hoch aufbaut und auch bei einer Blutung meist nicht von alleine vollständig ausgestoßen wird, ist es nicht selten notwendig, verbliebenes Gewebe zu entfernen, da sonst die Gefahr von Entzündungen besteht. Bei diesem Eingriff wird zunächst der Gebärmutterhals etwas geweitet und anschließend mit einer Art Löffel die weiche Schleimhaut aus der Gebärmutterhöhle „geschabt“. Dieser Eingriff dauert meist nur wenige Minuten und nach ca. 2-stündiger Überwachung kann die Patientin (in Begleitung) wieder nach Hause entlassen werden.

Zeitlicher Ablauf bei der Ausschabung

Die Notwendigkeit eines solchen Eingriffs wird in einem persönlichen Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt geklärt werden. Dabei erhalten Sie auch Aufklärungsbögen und eine ausführliche Erläuterung der Vorgehensweise.

Die Ausschabung erfolgt meist unabhängig vom Zyklus. Deswegen können Sie jederzeit bei uns anrufen (05042-940-300), um den Termin abzusprechen, wenn Sie diesen nicht bereits während des Gesprächs mit Ihrem Arzt erhalten haben. Am Tag vor der Operation müssen Sie erneut bei uns anrufen, um den Termin zu bestätigen. Außerdem werden Sie erst dann die genaue Uhrzeit des Eingriffs erhalten, da die Operationstermine nur kurzfristig planbar sind.

Tag der Operation

Zum vereinbarten Zeitpunkt müssen Sie nüchtern mit einer Begleitperson in unserer Klinik erscheinen. Sollten Sie regelmäßig Medikamente nehmen müssen (Bluthochdruck, Schilddrüse etc.), dann können Sie diese auch am Operationstag mit einem Schluck Wasser einnehmen.

An diesem Tag müssen Sie auch die Aufklärungsbögen für den Eingriff unterschrieben mitbringen. Ebenso die ausgefüllte Einverständniserklärung für die Narkose. Im Operationstrakt wird Sie der Narkosearzt in Empfang nehmen und Ihnen die Vorgehensweise bei der Narkose erläutern und möglicherweise vorhandene Fragen zu diesem Thema beantworten. Anschließend ziehen Sie sich um (OP-Bereichskleidung) und werden in den Operationssaal geführt. Nach Vorbereitung durch den Narkosearzt (Infusion) werden Ihnen Medikamente injiziert, die Sie sofort tief und fest einschlafen lassen.

Die Ausschabung dauert nur wenige Minuten. Anschließend werden Sie in den Aufwachraum verlegt, wo Sie sich ausschlafen können. Der Operateur wird Sie dort auch über den Verlauf des Eingriffs informieren und Ihnen Hinweise für das Verhalten in den nächsten Tagen geben. 1–2 Stunden nach Operationsende können Sie meist schon wieder von Ihrer Begleitperson nach Hause gefahren werden. Die häusliche Betreuung sollte jedoch gewährleistet sein; zumindest am Operationstag ist es notwendig, dass sich jemand zu Hause um Sie kümmert.

Falls erforderlich, können Sie von uns auch eine Krankmeldung bekommen. In den meisten Fällen sind Sie jedoch bereits am nächsten Tag wieder arbeitsfähig.