Die Befruchtung im Reagenzglas

So läuft die Reagenzglasbefruchtung, oft auch „künstliche Befruchtung“ genannt, ab: Nach hormoneller Anregung der Eibläschenreifung (1) werden reife Eizellen durch eine ultraschallgesteuerte Entnahme (2) aus den Eierstöcken gewonnen (Punktion). Anschließend bringt man sie in einem Reagenzglas (in vitro) außerhalb des Körpers mit den aufbereiteten Samenzellen des Partners zusammen (3). 18–24 Std. später lässt sich an der Bildung von zwei Vorkernen (männlicher und weiblicher Pronukleus) erkennen, ob ein Spermium in die Eizelle eingedrungen ist und eine Befruchtung stattgefunden hat (4). Bis zu drei Eizellen im Vorkernstadium werden dann weiter kultiviert. Es kommt innerhalb der nächsten 24 Std. zu mehreren Zellteilungen (5).
Nach 2–3 Tagen können wir die herangereiften Embryonen – meist im Vier- bis Acht-Zell-Stadium – in die Gebärmutterhöhle zurück übertragen (Embryotransfer)(6).

Den Ablauf einer IVF oder Reagenzglasbefruchtung erklärt Ihnen dieses Schaubild.

Indikation

  • Transportstörung der Eileiter (tubare Sterilität)
  • Endometriose
  • immunologisch bedingte Sterilität (Spermatozoen-Antikörper)
  • idiopathische (= ungeklärte) Sterilität nach erfolgloser Vorbehandlung